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Ketose in Zeiten der Chemotherapie – glukosereduzierte Ernährung im Alltag – Ernährungsumstellung nach Dr. Coy

Glukose ist an sich für den Körper lebensnotwendig. Nur führen die meisten Menschen der westlichen Gesellschaft dem Körper dauerhaft zu viel des Zuckers Glukose zu. Der Großteil der Glukose wird in Form von stärkehaltigen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln aufgenommen, daher ist es wichtig, sowohl die Glukose aus dem Haushaltszucker, als auch die Glukose aus den stärkereichen Lebensmitteln zu reduzieren.

Glukose ist an sich für den Körper lebensnotwendig. Nur führen die meisten Menschen der westlichen Gesellschaft dem Körper dauerhaft zu viel des Zuckers Glukose zu. Der Großteil der Glukose wird in Form von stärkehaltigen Lebensmitteln wie Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln aufgenommen, daher ist es wichtig, sowohl die Glukose aus dem Haushaltszucker, als auch die Glukose aus den stärkereichen Lebensmitteln zu reduzieren. Ob der Zucker aus Zuckerkristallen oder aus Stärke stammt, ob er süß oder nicht süß schmeckt, macht nämlich hinsichtlich des Blutzuckerspiegels keinen Unterschied. Dr. Coy empfiehlt, bei durchschnittlich bzw. wenig Bewegung, in der Regel nicht mehr als 1 Gramm Kohlenhydrate pro Körpergewicht und Tag zu sich zu nehmen.

Bei einer Krebserkrankung ist das insofern von großer Bedeutung als Krebszellen ihren Stoffwechsel auf Vergärung umgestellt haben (gesunde Zellen können je nach Bedarf zwischen Verbrennung und Vergärung umschalten, Krebszellen können das nicht). Vergärung kann ausschließlich mit Glukose stattfinden. Für sie können, anders als bei der Verbrennung nicht auch Eiweiße oder Fette verwendet werden. So lange also Glukose vorhanden ist, können die Krebszellen diesen Zucker für sich nutzen. Denn bei der Vergärung von Glukose wird Milchsäure produziert. Diese Milchsäure zerstört das umliegende Gewebe und bildet im Falle von Krebszellen so die Voraussetzung für ihre Ausbreitung und Metastasierung. Gleichzeitig hat sie eine Schutzfunktion für die Krebszellen. Außerdem können Krebszellen Beschädigungen ihrer DNA durch Chemo- oder Strahlentherapie unter Nutzung von Glukose wieder reparieren.

Wie strikt müssen Krebspatientinnen daher nach Dr. Coy sein?

Vor einer Chemo- oder Strahlentherapie ist es dringend notwendig den Körper in den Zustand der sogenannten Ketose zu versetzen. Dafür müssen alle Zuckerspeicher im Körper geleert werden. Der Körper schaltet dann vom Zuckervergärungsstoffwechsel auf Fettverbrennung um, Krebszellen steht dann keine Glukose für ihren Stoffwechselprozess mittels Vergärung zur Verfügung. Erreichen kann man das über eine Reduktion von Eiweißen sowie den Verzicht auf Kohlenhydrate und Zucker. In etwa 80% der Kalorien werden in dieser Zeit in Form von Fetten zu sich genommen. Welche Lebensmittel dafür geeignet sind und bedenkenlos gegessen werden dürfen, lässt sich aus der nachfolgenden Liste der „Grünen Lebensmittel“ ablesen. Ob sich der Körper in Ketose befindet, kann, und vor allem sollten, Patientinnen zuhause mit einfach erhältlichen und anwendbaren Messstäbchen, testen.

Warum empfiehlt Dr. Coy Ketose vor der Chemo- und Strahlentherapie ?

Die Chemo- bzw. Strahlentherapie schädigt die DNA der Krebszellen, die sich sodann auf die Suche nach Glukose machen, um Reparaturen an ihrer geschädigten DNA vornehmen zu können. Findet die Krebszelle keinen Zucker wird also die Reparatur blockiert! Das heißt die Chemo- bzw. Strahlentherapie schädigt die Krebszelle, die wiederum kann sich mangels Zucker nicht reparieren, man erreicht durch die Kombination Ernährung und Schulmedizin einen maximalen Erfolg!

Sehr strikt bedeutet:

3 Tage vor der Chemo- oder Strahlentherapie (weil es 3 Tage braucht, um die Zuckerspeicher im Körper zu leeren und auf den ketogenen Stoffwechsel/Fettverbrennung umzuschalten)

an Tagen der Chemo- oder Strahlentherapie

sowie

1 Tag nach der Chemo- oder Strahlentherapie

sind ausschließlich Lebensmittel der nachfolgenden Liste mit den Grünen Lebensmittel erlaubt.

Abgesehen davon:

konsequent moderat, das heißt glukosereduzierte Ernährung, am besten als Regel ein Leben lang. Wichtig ist, dass nach der strikten Phase der Ketose, wieder die richtigen Kohlenhydrate zugeführt werden, also jene Kohlenhydrate zu wählen, die den Blutzuckerspiegel stabil halten. Ideal ist eine Ernährung, bei der Glukose in Form von Haushaltszucker und Stärke reduziert ist und dafür gesunde natürliche Zucker wie Galaktose und Tagatose genutzt werden, um den Blutzucker stabil zu halten und die Fettverbrennung anzuschalten. Galaktose ist eine Form von Zucker der von der Zelle verbrannt werden muss, damit sie daraus Energie freisetzen kann. Galactose zwingt daher eine Zelle zur Verbrennung. Kurz zur Erinnerung:  Krebszellen haben ihren Stoffwechsel dauerhaft auf Vergärung umgestellt. Sie können also aus dem Zucker Galaktose keine Energie, und vor allem auch nicht das für sie so wichtige Produkt der Milchsäure, gewinnen. Daraus folgt, dass Galaktose keinen Nutzen für Krebszellen hat, sehr wohl aber für gesunde Zellen. (Willst Du mehr über Gesunde Zucker erfahren hör Dir den Vortrag von Dr. Coy über Gesunde und ungesunde Zucker an.

Was kann ich dann noch essen?

Eine ganze Menge! leckerer Lebensmittel, die den Körper stärken und richtig gut schmecken!

Welche genau, kannst Du den Ernährungslisten von Dr. Coy entnehmen. Worauf genau Du bei seiner Ernährungsmethode noch achten solltest (beispielsweise ausreichend ungesättigte Omega 3 Fettsäuren einzunehmen) findest Du in seinem Buch „Die neue Anti Krebs Ernährung“.

In sehr strikten Phasen experimentiere ausschließlich mit Lebensmitteln der Grünen Ernährungsliste – Rezeptideen findest Du auch in Dr. Coys Buch „Die neue Anti Krebs Ernährung“

In den anderen Phasen kombiniere nach Herzenslust die Lebensmittel der grünen und der gelben Ernährungsliste.

Lediglich die Lebensmittel auf der roten Ernährungsliste lass links liegen – sie enthalten zu viele Kohlenhydrate.

Die Listen sind laut Dr. Coy übrigens auf normale Bewegungszyklen ausgerichtet – also gehen in ihren Mengenangaben von jemanden aus, der wenig Sport betreibt. Je mehr Du Dich bewegst, desto mehr Zucker baut Dein Körper ab, entsprechend kannst Du die Kohlenhydratmengen unter fachkundiger Begleitung auch anpassen. Das Gleiche gilt für außergewöhnliche geistige Anstrengungen.

Dr. Johannes Coy

ist ein deutscher Wissenschaftler, Unternehmer und Bestsellerautor. Er ist der Entdecker des Gens Transketolase-like 1 (TKTL1). Dieses Gen, ist in manchen Zellentypen, wie beispielsweise Nervenzellen, Netzhautzellen, Spermien-bildenden Zellen, aber auch in aggressiv wachsenden Tumorzellen aktiv. Obwohl der TKTL1-vermittelte aerobe Vergärungsstoffwechsel einen evolutionär wichtigen Schutzmechanismus für bestimmte Körpergewebe (wie beispielsweise Netzhautzellen der Augen) darstellt, birgt dieser auch eine Schattenseite: Eine Aktivierung von TKTL1 in unerwünschten, entarteten Zellen geht mit einer gesteigerten Malignität (=Bösartigkeit) einher. Die zellschützenden und wachstumsfördernden Effekte dises besonderen Stoffwechsels fördern nicht nur deren Überleben. Charakteristisch für Krebszellen – und der Unterschied zu gutartigen Tumoren – ist ihr invasives Wachstum, ihre Fähigkeit, umliegendes Gewebe zu zerstören und im Körper Metastasen zu bilden. Der TKTL1-vermittelte Vergärungsstoffwechsel bietet Vorteile, die eben diese Faktoren fördern und damit die Aggressivität der Krebszellen steigern. TKTL1 stellt daher einen universellen Marker für die Malignität von Krebszellen dar und hilft dabei, Patienten zu identifizieren, für die eine begleitende Behandlung sinnvoll ist, die gezielt auf den TKTL1-Stoffwechsel einwirkt und die TKTL1-Aktivität bzw. deren Auswirkungen hemmt.

Für die Aufklärung der Rolle des TKTL1-Gens für den Vergärungsstoffwechsel von Krebszellen erhielt Dr. Coy bereits im Jahr 2006 den Waltraud Fryda Preis, verliehen auf dem internationalen Fachkongress für biologische Krebsmedizin.

Mehr Informationen zu TKTL 1 findest Du auf unserer Homepage.