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Für die aktive Krebspatientin

Bestrahlung

Nachgefragt bei

Univ. Prof. Dr. Annemarie Schratter-Sehn

Was bewirkt die Strahlentherapie?

Die ionisierende Strahlung zerstört sich rasch teilende Zellen. Tumorzellen teilen sich daher rascher als das sie umgebende Gewebe. Daher werden die Tumorzellen zerstört/starkgeschädigt und das Gewebe weitgehend nicht.

Wann wird bestrahlt?

Strahlentherapie wird immer dann verordnet, wenn ein lokales Problem vorliegt. Meist ist sie ein Teil des Gesamtbehandlungsplanes, also Operation und/oder Chemotherapie sowie Strahlentherapie.

Eine definitive Strahlentherapie – also nur eine Strahlentherapie – wird dann durchgeführt, wenn lokal keine Operation durchgeführt wird oder möglich ist (beispielsweise Analkarzinom; hier wird in der Regel nicht operiert sondern bestrahlt).

Wer legt den Bestrahlungsplan fest?

Der Bestrahlungsplan ist je nach Patientin individuell und wird vom Tumorboard unter Federführung des/der Radioonkologin festgelegt.

Welche Arten der Bestrahlung gibt es und wie lange dauern sie?

Für alle Bestrahlungsarten gilt, dass pro Tag eine Bestrahlungsdosis verabreicht wird.

Das heißt die Zahl der Bestrahlungsfraktionen entspricht der Anzahl der Tage, an denen die Patientin eine Strahlentherapie erhält. Üblicherweise erfolgt die Strahlentherapie nur an Werktagen. Gray wiederum ist die Maßeinheit der Bestrahlungsdosis.

Konventionelle Bestrahlung

  • zwischen 25 und 40 Bestrahlungsfraktionen zu je 2 Gray
  • Verabreichung: täglich an Werktagen eine Bestrahlungsdosis
  • Gesamtdauer: 5-8 Wochen

Hypofraktionierte Bestrahlung

= Alternative zur konventionellen Bestrahlung, bei der innerhalb von kürzerer Zeit eine höhere Strahlendosis appliziert wird; diese Form der Bestrahlung wird vor allem bei Frauen angewendet, die keine Chemotherapie oder Lymphknotentherapie benötigen, über 40 Jahre als sind und keine Implantate haben.

  • bei Brustkrebspatientinnen überlicherweise: 15 Bestrahlungsfraktonen zu je 2,67 Gray
  • Gesamtdauer: ca. 3-5 Wochen

Palliative oder stereotaktische Bestrahlung

  • wird angewandt, wenn Metastasen bestrahlt werden
  • je nach Lokalisation und Größe zwischen 1 und 10 Bestrahlungsfraktionen
  • Verabreichung: täglich an Werktagen eine Bestrahlungsdosis
  • Gesamtdauer: zwischen 1 Tag und 2 Wochen

Ablauf der Strahlentherapie:

Vor der ersten Strahlentherapie findet ein Aufklärungsgespräch und eine CT Planung, mit Vorlage und Überlagerung der diagnostischen Bildgebung statt. Erst dann kann nach individueller Bestrahlungsplanung und unter Berücksichtigung der Risikoorgane in der Umgebung die Bestrahlung angewendet werden.

Die Patientin liegt bei der Strahlentherapie am Rücken.

In einem ersten Schritt wird sie richtig positioniert.

Im Bereich der Mamma und Körperregionen wird mit einem Oberflächenscanne

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